Freitag, 19. Januar 2018

[ #eDatenbank ] Willy-Brandt-Personalbibliografie


Die "Willy-Brandt-Personalbibliografie" ist auch online als Datenbank nutzbar.

Im Jahre 1990 veröffentlichte die Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung eine Personalbibliografie Willy Brandts. Die Personalbibliografie enthielt jedoch kein Personen- und Sachregister. Die Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung hat deshalb in einem eigenen Projekt ein umfassendes Registerwerk erstellt.
Auf der Grundlage der Titelnachweise der gedruckten Personalbibliographie sowie der von der BWBS ergänzten Register konnte nun eine Datenbank realisiert werden, die mittels Hypertext-Verlinkungen einen verbesserten Zugriff auf die Titelnachweise eröffnet.


[ #FREIHANDbuch ]

Donnerstag, 18. Januar 2018

[ #eText ] Broschüre: Käse immer ein Genuss


Die Vielfalt an Käse nimmt fast täglich zu. 

Das allen gemeinsame Geheimnis aber ist die frischeste Milch als Rohstoff – egal ob daraus milde Frischkäse oder würzig-kräftige Bergkäse entstehen. Käse ist heute ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Ess- und Genusskultur und gehört zu den ältesten Lebensmitteln der Menschheit. Ein Tempelfries von Ur, der Hauptstadt der Sumerer, beweist, dass Menschen die Kühe molken auch Käse herstellten. Niemand weiß, wie es genau passiert ist, als man vor rund 12.000 Jahren dem Geheimnis der Milch auf die Spur kam. Und die Frage ist seit damals dieselbe.
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[ #FREIHANDbuch ]

Dienstag, 16. Januar 2018

[ #eText ] Das Politische System der USA


[FreEbook] Wie funktioniert das politische System der USA, und wie mächtig ist der US-Präsident wirklich? 

Auskunft gibt eine Analyse des US-amerikanischen Regierungssystems, die seine Stärken und Schwächen offenlegt.
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 [ #FREIHANDbuch ]

Freitag, 12. Januar 2018

[ #eText ] Vorarlbergs Beitrag zum Rot-Weiß-Rot-Buch 1946

Von Seiten der Geschichtswissenschaft wird das Rot-Weiß-Rot-Buch als nichtwissenschaftliches Werk abgelehnt, da es die Ereignisse in Österreich in den Jahren zwischen 1933 und 1945 verkürzt und selektiv darstellt. 
Das Ansinnen des damaligen Vorarlberger Landeshauptmannes Ilg mag zwar aus der Zeit heraus verständlich sein, nämlich weiteren Schaden von Vorarlberg und Österreich abzuhalten. Ein solche Projekt kehrte allerdings unter den Teppich, dass auch Vorarlberg einen erheblichen Anteil an der nationalsozialistischen Machtergreifung hatte und die eben damals handelnden Politiker auch in diese Vorgänge selber nicht unwesentlich und schuldhaft verstrickt waren. Sie waren jedenfalls nicht nur im Interesse Österreich und des Landes Vorarlberg aktiv. Es sollte auch ihr eigenes politisches Versagen und ihre Beteiligung an der Beseitigung der Demokratie vergessen gemacht werden. Schließlich war ja bereits ein prominenter Nazi Vorarlberger Landesamtsdirektor geworden.
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 [ #FREIHANDbuch ]

[ #FreeBook ] Rechtsextremismus in Vorarlberg nach 1945

[Free eBook] Hakenkreuze, SS-Runen und das nationalsozialistische Gedankengut schienen nach dem Fall des Dritten Reiches auch in Vorarlberg nur mehr die Zeugen einer furchtbaren Vergangenheit zu sein. 

Doch sowohl die Symbole als auch die Ideologie des Nationalsozialismus sind in bestimmten Kreisen noch immer oder wieder aktuell. 
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[ #FREIHANDbuch ]

Donnerstag, 11. Januar 2018

[ #eText ] Das Zitat im Internet - ein Style Guide


[PDF] Wie zitiert man Quellen aus dem Internet? Wie werden diese bibliografisch erschlossen? Diese und weitere Fragen beantwortet der erste 'Electronic Style Guide' Deutschlands. Dabei werden etablierte amerikanische Vorschläge (APA-, MLA-Style u.a.) diskutiert und mit den maßgeblichen Normen (DIN, ISO) verglichen.

Quellen aus dem Internet. Der Band formuliert einen neuen Standard in der Wissenschaftsarbeit und schließt damit die Lücke um den Bereich der Online-Fragestellungen. Er richtet sich an Wissenschaftler und Studenten sowie all jene, die nachprüfbare Arbeiten erstellen oder vorhandene zitieren wollen.

 [ #FREIHANDbuch ]⇒

[ #eText ] Einführung in die Frühe Neuzeit


Ein frühes und doch bemerkenswert dauerhaftes eLearning-Projekt der Uni Münster!

Als Zielgruppe werden sowohl Studierende des Grundstudiums als auch Prüfungskandidaten benannt, doch liefert das eLearning-Angebot dank Web einer weit größeren Interessensgruppe eine strukturierte Einführung in  "Early Modern History".

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[ #FREIHANDbuch ]

[ #eText ] Politische Verfolgung im Austrofaschismus: Polizeimaßnahmen − Tendenzjustiz − Anhaltehaft

Der Begriff Austrofaschismus ist eine der Bezeichnungen für das von 1933/34 bis 1938 in Österreich etablierte autoritäre, an ständestaatlichen und faschistischen Ideen orientierte Herrschaftssystem, das sich teilweise stark an die Diktatur Benito Mussolinis in Italien anlehnte.

Manche Historiker ordnen den Austrofaschismus dem Klerikalfaschismus zu. Katarina Rohsmann analysiert in ihrer Diplomarbeit Genese, Gesetzesgrundlagen und zentrale Gerichtsprozesse des austrofaschistischen Verfolgungssystems.

Abstract. Der erste Teil ihrer Arbeit beschäftigt sich mit der Ausschaltung des Parlamentarismus und den "Notverordnungen", derer sich die Regierung Dollfuß zur Aufhebung von Grundrechten, der Niederschlagung der Opposition und der Unterordnung des Justizsystems bediente. Besondere Aufmerksamkeit kommt dabei der Mehrfachbestrafung durch Polizeimaßnahmen, Anhaltehaft und Tendenzjustiz zu. Einen weiteren Schwerpunkt bilden die zentralen politischen Prozesse der Jahr 1933 bis 1938. Abschließend werden vor dem ideologischen Hintergrund des Dollfuß-/Schuschnigg-Regimes Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Umgang mit linker Opposition und Nationalsozialismus analysiert. Methodisch beruht die Arbeit insbesondere auf einer umfassenden Erfassung und Analyse der einschlägigen Rechtsquellen, darunter den einschlägigen "Notverordnungen" auf Basis des Kriegswirtschaftlichen Ermächtigungsgesetzes von 1917.

[ #FREIHANDbuch ]
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Inhaltsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis  5
I. Einleitung 6
II. Politische Verfolgung im Austrofaschismus  11
A. Der Konstituierungsprozess des Austrofaschismus  11
1. Historischer Hintergrund 11
a. Zentrale Aspekte der politischen Entwicklung ab 1927  11
b. Krisenpolitik und latenter Bürgerkrieg 14
2. Die Ausschaltung des Parlaments und das Kriegswirtschaftliche Ermächtigungsgesetz  17
a. Die Ausschaltung des Parlaments im März 1933  17
b. Das Kriegswirtschaftliche Ermächtigungsgesetz von 1917  21
3. Die erste Welle der Notverordnungen 23
a. Die Zensur der unabhängigen Presse  23
b. Die Einschränkung der Versammlungsfreiheit und das Verbot „politischer Streiks“  26
c. Verwaltungsmaßnahmen gegen politische Propaganda  28
d. Verschärfte Ahndung von Sprengstoffdelikten  29
e. Behördenzuständigkeiten und verfahrensrechtliche Aspekte 30
f. Die Ausschaltung des Verfassungsgerichtshofs  32
B. Die schrittweise Ausschaltung der Opposition in den Jahren 1933-1934 34
1. Die ersten Verbote von Parteien und Vorfeldorganisationen  34
a. Das Verbot des Schutzbundes und die frühen Maßnahmen gegen die Linke  34
b. Das Verbot der NSDAP, seine Hintergründe und Folgen  35
2. Die Einführung der Anhaltehaft  41
a. Anhaltehaft als politische Präventivhaft  41
b. Die Handhabung der Anhaltehaft in der Praxis  43
3. Mehrfachbestrafung, vermögensrechtliche und wirtschaftliche Begleitmaßnahmen  47
a. Das System der Mehrfachbestrafung  47
b. Die Einschränkung des Rechtsschutzes  49
c. Kostenersatz, Beschlagnahme und Verfall  51
d. Entlassungen und Berufsverbote  53
e. Kündigungen oppositioneller MieterInnen 58
f. Ausbürgerungen  59
4. Die Niederschlagung der Arbeiterbewegung und das Verbot der SDAP  61
a. Der österreichische Bürgerkrieg im Februar 1934  61
b. Das Verbot der Sozialdemokratischen Partei und seine Folgen 65
c. Maßnahmen auf Gemeindeebene  69
5. Die Neuordnung des politischen Systems durch die autoritäre Maiverfassung 1934 70
a. Ausarbeitung und Beschlussfassung der Verfassung von 1934  70
b. Die autoritäre Maiverfassung  72
C. Die Umwandlung des Justizapparates in ein politisches Repressionssystem 76
1. Politischer Hintergrund und Überblick  76
a. Justizpolitik als politisches Konfliktfeld der Ersten Republik  76
b. Die Umwandlung des Justizsystems ab 1933 77
2. Die Wiedereinführung der Todesstrafe  78
a. Das standrechtliche Verfahren  78
b. Die Wiedereinführung der Todesstrafe  80
3. Eingriffe in die Laiengerichtsbarkeit und die richterliche Unabhängigkeit  84
a. Die Gleichschaltung der Laiengerichtsbarkeit  84
b. Die schrittweise Aufhebung der richterlichen Unabhängigkeit  88
D. Zentrale politische Verfahren 1934 − 1936  90
1. Die Verfahren in Folge der Februarereignisse  90
a. Die standrechtlichen Verfahren im Überblick  90
b. Die standrechtlichen Todesurteile des Februar 1934  93
c. Die Verfahren vor den ordentlichen Gerichten 101
d. Der Hochverratsprozess gegen die SDAP-Führung  104
e. Der Schutzbundprozess 1935  108
2. Die Prozesse gegen die Juliputschisten 111
a. Der nationalsozialistische Putsch im Juli 1934  111
b. Die Einführung des Militärgerichtshofs zur Aburteilung der Putschisten  115
c. Die zentralen Prozesse vor dem Militärgerichtshof  117
d. Die Verfolgung der „minderbeteiligten“ Putschisten 120
3. Die „Sozialistenprozesse“ 1935-1936 121
a. Die sozialdemokratische Bewegung im Untergrund  121
b. Die Prozesse gegen die Revolutionären Sozialisten in Wiener Neustadt und Klagenfurt  123
c. Der „Große Sozialistenprozess“ 1936  125
E. Unterschiede in der Verfolgung der linken und rechten Opposition  131
III. Resümee  138
IV. Schlusswort  141
V. Anhang  144
A. Literaturverzeichnis 144
B. Chronologisches Rechtsquellenverzeichnis  150
C. Zeittafel 1932−1938  157
D. Bildnachweis 160

[ #eText ] "Helden" des Jahres 1809 in Vorarlberg

Riedmiller-Denkmal in Bludenz
Von Giacomo 1970 aus der deutschsprachigen Wikipedia, CC BY-SA 3.0
[Free PDF] Napoleon und den Bayern verdankte Vorarlberg unter vielem anderen den Ausbau des Schulwesens, eine bessere Versorgung mit Ärzten und Hebammen, die Beseitigung der Diskriminierung jüdischer Mitbürger, die Abschaffung der Strafen für uneheliche Geburten und die Einführung der Feuerversicherung. 

Napoleon spielte zeitweise sogar mit dem Gedanken oder wie man heute sagen würde, er hatte "angedacht", Vorarlberg (samt Tirol) der Schweiz anzuschließen.

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[ #FREIHANDbuch ]

Mittwoch, 10. Januar 2018

[ #FreeBook ] Prähistorische Pfahlbauten rund um die Alpen in sechs Sprachen


Die Fundstellen prähistorischer Pfahlbauten in sechs Alpenländern wurden 2011 in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen. 

Die Bewerbung lief unter der Federführung der Schweiz. Alle anderen Fundorte von Pfahlbausiedlungen im Umfeld der Alpen gelten als assoziierte Stationen der 111 direkt aufgenommenen Fundorte. Damit liegt die Gesamtzahl im Welterbe Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen bei etwas über 900 und steigt mit jedem neuen Fund.

Von den 111 Pfahlbaufundstellen in sechs Alpenländern, sind auch fünf in Oberösterreich (Attersee, Mondsee) und Kärnten (Keutschacher See) und bilden das grenzüberschreitende Welterbe. Die Seeufersiedlungen des Alpenraumes zählen zu den bedeutendsten archäologischen Kulturgütern Europas. Die frühesten Beispiele reichen bis 5000 Jahre v.Chr. zurück und illustrieren die Geschichte des Alpenraums im Verlauf von Neolithikum, Bronzezeit und Eisenzeit.

Broschüre. Eine 104seitige Informationsbroschüre, mehr ein Buch,  stellt das das "Phänomen Pfahlbauten" in all seinen Facetten auf über 340 farbigen Bildern, begleitete von einem leicht verständlichen Text dar. Den wissenschaftlichen Hintergrund bieten zwei ausgewiesene Kenner der "Pfahlbauten", Dr. Peter Suter (Archäologischer Dienst des Kantons Bern) und Dr. Helmut Schlichtherle (Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg).

Im Zentrum steht das tägliche Leben der Menschen in der Zeit zwischen 5000 und 500 v. Chr. (Ackerbau und Viehhaltung, Technik und Handel, Kleidung und Schmuck). Ein Überblick über die spektakulärsten Funde aus der Schweiz, Frankreich, Deutschland, Österreich, Slowenien und Italien findet in dieser Broschüre ebenso seinen Platz, wie die  Bestrebungen, die gefährdeten Fundstellen der Nachwelt zu erhalten.

Sprachenvielfalt. Die Mehrsprachigkeit mag auch eine Möglichkeit für Sprachenlerner sein, die prähistorische Fachbegriffe in anderen Sprachen verstehen möchten. Zudem ist es ein tolles Angebot für Schulen.

Die Publikation wird in zwei verschiedenen, jeweils dreisprachigen Versionen herausgegeben und steht hier auch als kostenloser PDF-Download zur Verfügung:
  • Deutsch / Französisch / Italienisch (DE / FR / IT)
  • Englisch / Französisch / Slowenisch (EN / FR / SI)

[ #FREIHANDbuch ]

Dienstag, 9. Januar 2018

[ #eText ] ABC des Humanitären Völkerrechts

Das Humanitäre Völkerrecht – auch Recht der bewaffneten Konflikte oder Kriegsvölkerrecht (ius in bello) genannt – kommt in bewaffneten Konflikten zur Anwendung und erfüllt zwei Aufgaben: Es regelt die Kriegsführung und schützt die Opfer von bewaffneten Konflikten.

Die Frage nach der Rechtmässigkeit eines Kriegs (ius ad bellum) beantwortet es jedoch nicht. Diese wird durch die Charta der Vereinten Nationen (UNO) geklärt. Das Humanitäre Völkerrecht gilt in jedem bewaffneten Konflikt, unabhängig davon, ob er "rechtmässig" ausgetragen wird oder nicht, und für alle Konfliktparteien.
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[ #FREIHANDbuch ]

Samstag, 6. Januar 2018

[ #FreeBook ] Kindergruppenkinder


Das erste "Wiener Kinderkollektiv" in den Räumen des "Neuen Forums" entstand 1969 mit anfangs sieben Kindern, ein Jahr nach den ersten Kinderläden in Berlin, Frankfurt und anderen deutschen Universitätsstädten. 

Diese Kinderladenbewegung war Teil der vielen gemeinsamen Versuche zur Erprobung neuer Lebensformen, zur Veränderung der Individuen (Kinder und Eltern) und der herrschenden Verhältnisse, zur Befreiung aus Zwängen erstarrter Institutionen, zur ansatzweisen Verwirklichung konkreter Utopien.

Wichtiger Ansatz war Neills Summerhill-Schule und die Verarbeitung psychoanalytischer und sozialistischer Erziehungsdiskussionen der zwanziger Jahre (W. Reich, S. Bemfeld, V Schmid). Das ermöglichte es in Wien, sich vom Nachvollzug deutscher Entwicklungen abzusetzen und sich eigenständig der großen Wiener Tradition in diesen Bereichen zu besinnen. In Aktionen und Schriften versuchten Eltern, auf diese Pionierarbeiten und die durch den Faschismus zerstörten fortschrittlichen Traditionen aufmerksam zu machen.

Grundprinzip sind Freiheit und Selbstregulierung: Bedürfnisse frei äußern und regulieren können (Neill 1965). Statt Lern-Leistungs-Anpassungs-Sauberkeits-Tabuerziehung, die Normen und Hemmungen verinnerlicht und autoritäre Charakterstrukturen begünstigt, soll freies Spiel den Kindern ermöglichen, als aktiv Handelnde erlittene Frustrationen abzuarbeiten.Daraus entsteht eine Praxis des respektvollen Beobachtens, des "MachenLassens" im Vertrauen auf die Selbstbestimmung der Kinder.

Was man nun beobachtete, in Protokollen festhielt, an Elternabenden besprach, was die Kinder nun in ihrem Freiraum tatsächlich machten, spiegelte viel mehr von der abgelehnten gesellschaftlichen Realität wider als vom idealistischen Wollen der Eltern.

Aggressiv ausgetragene Konflikte, selbstregulierte Hackordnungen, Egoismus und Angst standen der reichen Kreativität, dem wachsenden sozialen Empfinden, der sich herausbildenden Kooperation, der offen partnerschaftlich-vertrauensvollen Beziehung zu Erwachsenen gegenüber und brachten die Eltern zur Einsicht, daß keine emanzipatorische Kindererziehung möglich ist, wenn die Eltern nicht bereit sind, sich, ihre Lebensumstände und die ihrer Kinder auch im Alltag zu verändern. Diese Veränderung kann nicht durch Schlagworte, politische Konzepte oder pädagogische Ambitionen ersetzt werden. ...

 [ #FREIHANDbuch ]⇒ 

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Inhaltsverzeichnis
Vorwort
Teil 1: Geschichte und Struktur von Kindergruppen
Werner Weber
Geschichte der Wiener Kindergruppen bis 1980 13
Roswitha Fitzka-Puchberger
Entwicklung der Kindergruppen in Österreich seit 1980 18
Teil 2i Kindergruppengeschichten: Erzählungen und Erfahrungen
Johanna Pelikan
Das erste Wiener Kinderkollektiv 25
Christa Pelikan
Nach-Gedanken an das erste Wiener Kinderkollektiv
Kommentar zu Johannas Erinnerungen. 31
Julius Mende
Anal-Malaktion 36
Elisabeth Holzinger
Wie der Hermann mit der Milch den brennenden Fußboden gelöscht hat 39
Franz Ofner
Nur als "Nicht - Erziehung" vorstellbar... 46
Julius Mende
Integriert in ein großes Altemativ-Kultur-Projekt
Eindrücke aus Gesprächen mit Betreuem und Betreuerinnen im WUK 54
Gerhard Hellwig
Betreuer in der Klemme 59
Mariana Potocnik
Betreuerinnenleben im Kinderhaus Hofmühlgasse 61
Doris Wöber und Peter Cebul
Der Arbeitsplatz Kindergruppe 67
Marina Fischer-Kowalski
Vom "Kinderladen" zur "Kindergruppe", oder: Muttererfahrungen
von trotziger Selbstorganisation bis zu kinderfreundlicher Politik 69
Evelin Superger
Von der Kindergruppe "WUK 1" zu den "HelFs Babies" 75
Trixi Eichinger
Kindergruppe - oder wie Frauen, die neben kleinen Kindern auch noch
etwas anderes wollen, das Kinderbetreuungsproblem zu lösen versuchen 79
Teil 3t Theoretisches, Politisches, Begründungen
und empirische Vergleiche
Marina Fischer-Kowalski
Zur Modernisierung von Eltern-Kind-Verhältnissen 87
Irene Schmolz
Antiautoritäre Erziehung und Klassenkampf
Pädagogische Konzepte der Kinderläden 97
Bernhard Rathmayr
"Ich geh' fort, und du bleibst da" - Antipädagogik
und die Bestreitung der Möglichkeit, nicht zu erziehen 102
Roswitha Fitzka-Puchberger
Der "andere Umgang" mit Kindern 122
Irene Schmolz
Kooperation zwischen Kindern
Ein Vergleich von Kindergärten und Kindergruppen 134
Maria Wieger
Erziehungseinstellungen und Erziehungsverhalten
Ein empirischer Vergleich von Kindergruppen und Kindergärten 137
Julius Mende
Was ich von Holzkamp über Erziehung lernte
Versuch einer theoretischen Orientierung im nachhinein 147
Roswitha Fitzka-Puchberger
Kindergruppen als Teil der "neuen sozialen Bewegungen"? 154
Teil 4% Ein Kindergruppen-Ratgeber für Unerschrockene
(verfaßt von Roswitha Fitzka-Puchberger)
Was sind selbstorganisierte Kindergruppen ? 163
Willst du in eine bestehende Kindergruppe einsteigen? 163
Willst du eine neue Kindergruppe gründen? 164
Räumlichkeiten 171
Unkonventionelle Spiele aus Kindergruppen 175
Betreuer/innen 176
Die rechtliche Situation von Kindergruppen -
Genehmigungsverfahren 183
Wie läßt sich eine Kindergruppe finanzieren? 184
Seibstorganisation in der Praxis 193
Anhang
Verzeichnis der Landesverbände selbstorganisierter Kindergruppen 198
Literaturverzeichnis 199
Autorinnenverzeichnis 204
Bildnachweis 204